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Donnerstag, 14. Juli 2016

ZVEI - Elektronische Sicherheitstechnik auf Wachstumspfad

Gute Baukonjunktur, mehr Sicherheitsbewusstsein: Der Umsatz mit elektronischer Sicherheitstechnik stieg 2015 auf 3,7 Milliarden Euro, meldet der ZVEI-Fachverband Sicherheit.

Der Markt der elektronischen Sicherheitstechnik hat sich im Jahr 2015 erneut besser entwickelt als erwartet. Der Umsatz in Deutschland stieg im Vergleich mit dem Vorjahr um 7,8 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro, meldet der ZVEI-Fachverband Sicherheit. Eine Ursache für das überdurchschnittliche Wachstum der Sicherheitstechnik sieht Uwe Bartmann, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands, in der nach wie vor guten Baukonjunktur. Zugenommen habe auch das Sicherheitsbewusstsein und die Bereitschaft, in Sicherheit zu investieren.

„Die sicherheitstechnischen Gewerke werden in der Zukunft enger miteinander verzahnt“, erwartet Bartmann. „Sie werden ihren Platz einnehmen im vernetzten Gebäude wie dem Smart Home und dem intelligenten Zweckgebäude, dem Smart Building.“ Langfristige Wachstumstreiber könnten Digitalisierung und Integration sein – nicht nur sicherheitstechnischer, sondern aller Gewerke. Jede Lösung müsse sich dabei aus einem Dreiklang von Sicherheit, Komfort und Energieeffizienz zusammensetzen.

Wachstum in allen Bereichen

„In der Brandmeldetechnik sind die Rauchwarnmelder für den privaten Bereich spürbare Wachstumstreiber“, berichtete Bartmann. „Dieser Trend hält an; erst vor wenigen Tagen hat sich nun auch die Stadt Berlin entschlossen, die Rauchwarnmelderpflicht einzuführen.“ Der Umsatz mit Brandmeldetechnik – dem größten Bereich der elektronischen Sicherheitstechnik – ist 2015 um 11,2 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro gewachsen.

Abgeschwächt hat sich das Wachstum im Bereich der Sprachalarmierung um 5,6 Prozent auf 95 Millionen Euro. Obwohl die neue Fassung der Norm DIN VDE 0833-4 „Festlegungen für Anlagen zur Sprachalarmierung im Brandfall“ schon einige Zeit gilt, bestehe noch Aufklärungsbedarf bei Planern und Anwendern.

Wachstum verzeichnete 2015 erneut die Überfall- und Einbruchmeldetechnik um 7,4 Prozent – mit 741 Millionen Euro Umsatz der zweitgrößte Bereich. Dies sei auf die stetig steigende Zahl von Einbrüchen, aber auch auf Fördermaßnahmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zurückzuführen, sagte Bartmann.

Videotechnik (473 Mio. Euro), Zutrittskontrolle (293 Mio. Euro) und Rufanlagen (155 Mio. Euro) legten 2015 erneut zu. Sie konnten mit Wachstumsraten von 5,1 Prozent, 2,8 Prozent und 3,3 Prozent mit den Trendsettern nicht ganz Schritt halten. Das Segment „Sonstige“ – dazu zählen unter anderem Rauch- und Wärmeabzugsanlagen – legte 2015 um 2,3 Prozent auf rund 266 Millionen Euro zu.

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