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Sonntag, 11. Oktober 2015

ZVEI - Die Exporte der Elektroindustrie legen weiter zu

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie haben zu Beginn des zweiten Halbjahres 2015 weiter kräftig zugelegt, meldete der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) Ende September.

Im Juli kamen die Exporte der Elektroindustrie auf 14,8 Milliarden Euro und übertrafen damit ihren entsprechenden Vorjahreswert um 8,0 Prozent. „Es war der bislang höchste, jemals in einem Juli erzielte Exportwert überhaupt", sagte Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt beim Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). In den gesamten ersten sieben Monaten dieses Jahres erhöhten sich die Branchenausfuhren um 8,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf 101,7 Milliarden Euro.

Die deutschen Elektroexporte in die Eurozone stiegen im Juli kräftig um 9,5 Prozent gegenüber Vorjahr auf 4,5 Milliarden Euro. Die höchsten Zuwächse wurden dabei im Geschäft mit Irland (+43,4 Prozent auf 128 Millionen Euro), Finnland (+32,8 Prozent auf 133 Millionen Euro), den Niederlanden (+23,6 Prozent auf 779 Millionen Euro) und Spanien (+21,2 Prozent auf 492 Millionen Euro) erzielt. Auch die Lieferungen in die Slowakei (+20,8 Prozent auf 181 Millionen Euro) und nach Italien (+13,2 Prozent auf 691 Millionen Euro) erhöhten sich zweistellig.

Die Ausfuhren nach Frankreich (+1,0 Prozent auf 936 Millionen Euro), Österreich (+3,1 Prozent auf 602 Millionen Euro) und Portugal (+3,7 Prozent auf 95 Millionen Euro) entwickelten sich indessen verhaltener. Starke Rückgänge waren im Juli bei den Elektroexporten nach Griechenland (-59,2 Prozent auf 22 Millionen Euro), Slowenien (-11,8 Prozent auf 47 Millionen Euro) und Belgien (-5,3 Prozent auf 326 Millionen Euro) zu verzeichnen.

Im Gesamtzeitraum von Januar bis Juli 2015 stiegen die Branchenausfuhren in den Euroraum um 5,5 Prozent gegenüber Vorjahr auf 31,9 Milliarden Euro.

Trotz des schwächeren Euros haben auch die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland im Juli einen neuen Rekord erzielt. Sie zogen um 15,6 Prozent gegenüber Vorjahr auf 13,1 Milliarden Euro an. Zwischen Januar und Juli 2015 wuchsen die Importe um 12,8 Prozent auf 91,5 Milliarden Euro. „Verglichen mit den ersten sieben Monaten des vergangenen Jahres hat sich der Exportüberschuss damit um knapp drei Milliarden Euro verringert", so Dr. Gontermann.

Exporte in Drittländer: USA übertreffen China

Mit 10,3 Milliarden Euro fielen die Elektroausfuhren in Drittländer - außerhalb der Eurozone - im Juli 2015 um 7,0 Prozent höher aus als vor einem Jahr. Die stärksten Zuwächse gab es hier im Geschäft mit Mexiko (+43,6 Prozent auf 172 Millionen Euro), Malaysia (+23,5 Prozent auf 241 Millionen Euro), der Türkei (+21,3 Prozent auf 264 Millionen Euro), den USA (+14,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro), der Schweiz (+14,3 Prozent auf 569 Millionen Euro) und Ungarn (+14,3 Prozent auf 385 Millionen Euro). Überdurchschnittlich legten auch die Branchenexporte nach Großbritannien (+12,4 Prozent auf 807 Millionen Euro), Indien (+9,7 Prozent auf 189 Millionen Euro) und Tschechien (+9,6 Prozent auf 539 Millionen Euro) zu.

Mit einem Plus von lediglich 0,8 Prozent (wiederum gegenüber Vorjahr) auf 1,3 Milliarden Euro sind die Exporte nach China im Juli dagegen kaum gewachsen. Im Geschäft mit Japan gab es immerhin wieder ein Plus von 4,0 Prozent auf 238 Millionen Euro. Die Exporte nach Russland gingen weiter zurück (-32,4 Prozent auf 255 Millionen Euro). Die Lieferungen nach Südkorea sanken um 12,6 Prozent auf 215 Millionen Euro.

In den gesamten ersten sieben Monaten dieses Jahres stiegen die Elektroexporte in Drittländer um 8,6 Prozent gegenüber Vorjahr auf 69,8 Milliarden Euro. „Dabei hat das Wachstum der Branchenausfuhren in die USA um 19,0 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro die spürbar nachlassende Dynamik der Exporte nach China, die im selben Zeitraum nur um 4,9 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro gestiegen sind, mehr als wettgemacht", sagte Dr. Gontermann.

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