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Mittwoch, 11. März 2015

ZVEI - Deutsche Elektrotechnik ist weltweit gefragt

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie haben im Jahr 2014 einen neuen Rekordwert erreicht, meldet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI).

Die deutschen Elektroexporte erreichten 2014 ein Allzeithoch, meldete der ZVEI am 20. Februar. Im gesamten vergangenen Jahr stiegen die Branchenausfuhren um 4,9 Prozent auf 165,5 Milliarden Euro. „Erstmals wurde die Marke von 160 Milliarden Euro überschritten", sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Das bisherige Allzeithoch aus dem Jahr 2012 hatte bei 159,9 Milliarden Euro gelegen. Allein im Dezember 2014 wuchsen die Exporte um kräftige 15,4 Prozent gegenüber Vorjahr auf 13,7 Milliarden Euro. Es war der höchste jemals erzielte Dezemberwert.

Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland übertrafen von Januar bis Dezember 2014 ihren Vorjahresstand um 7,6 Prozent und erreichten ein Volumen von 144,6 Milliarden Euro. Dieser Wert markierte ebenfalls einen neuen Höchststand. Im Dezember letzten Jahres sind die Importe mit plus 16,7 Prozent gegenüber Vorjahr auf 12,0 Milliarden Euro erneut noch stärker gewachsen als die Exporte.

China erstmals größter Abnehmer

Die Ausfuhren nach China stiegen im vergangenen Jahr um 16,1 Prozent auf 14,9 Milliarden Euro. „Damit war die Volksrepublik erstmals der größte Abnehmer deutscher Elektroexporte", so Gontermann. „Mit einem Exportzuwachs von 2,1 Milliarden Euro steuerte das China-Geschäft zudem auch den größten absoluten Beitrag zum letztjährigen Exportwachstum der Elektroindustrie bei." Die Ausfuhren in die zweitplatzierten USA und nach Frankreich auf Rang drei legten um 4,5 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro bzw. um 2,0 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro zu. Auf den Rängen vier und fünf folgten Großbritannien mit 9,3 Milliarden Euro und die Niederlande mit 8,4 Milliarden Euro. Die Exporte in diese beiden Länder wuchsen mit plus 9,5 Prozent bzw. 11,5 Prozent überdurchschnittlich.

Die höchste Export-Zuwachsrate unter den zehn größten Abnehmerländern entfiel im vergangenen Jahr mit plus 28,3 Prozent auf Polen, das Erzeugnisse im Wert von 6,9 Milliarden Euro aufnahm. Die Elektroexporte nach Italien stiegen kaum, die Lieferungen in die Schweiz stagnierten.

Polen unter den »Top Ten«

Insgesamt fanden sich unter den zehn größten Abnehmern 2014 nur je ein asiatisches und amerikanisches Land. Alle übrigen kamen nach wie vor aus Europa. „Russland fiel mit einem Exportrückgang von 22,4 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro aus den Top Ten heraus", sagte Gontermann. Das Russland-Geschäft fiel um 1,2 Milliarden Euro geringer aus als noch 2013. Dies belastete das Exportergebnis der Branche im letzten Jahr rechnerisch am stärksten."

Polen rückte nach zwei Jahren Abstinenz wieder in die Top Ten vor, mit einem absoluten Zuwachs von 1,5 Milliarden Euro. Damit liegt das Nachbarland beim Wachstum nur eine Position hinter China: Die Elektroausfuhren nach Polen trugen 2014 am zweitstärksten zum Exportplus der Branche bei, das insgesamt bei 7,8 Milliarden Euro lag.

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