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Donnerstag, 30. April 2015

Stimmungslage in den E-Handwerken im Frühjahr 2015 weiter hervorragend

Der Geschäftsklimaindex befindet sich auf einem Allzeithoch, sagt die aktuelle Konjunkturumfrage des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH).

Die Stimmungslage in den E-Handwerken bleibt nach wie vor überaus gut. Dies belegt die aktuelle Konjunkturumfrage des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), die damit die bereits erfreulichen Ergebnisse der Herbstbefragung 2014 mehr als nur unterstreicht. Demnach beurteilen aktuell 94,4 Prozent der E-Handwerksunternehmen ihre Geschäftslage positiv (60,6 Prozent gut; 33,8 Prozent befriedigend). In den neuen Bundesländern votierten sogar 67,6 Prozent für gut. Die Einschätzungen fallen dort damit noch besser aus als in den alten Ländern (58,1 Prozent gut). Der bundesweite Geschäftsklimaindex der E-Handwerke erreicht mit einem Wert von 77,5 Punkten auf einer Skala von null bis hundert ein neues Allzeithoch.

 

 

Auch für das nächste halbe Jahr bleiben die Betriebe zuversichtlich: 75,9 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Entwicklung auf dem vielerorts hohen Niveau aus. 17,5 Prozent rechnen in den nächsten sechs Monaten sogar noch einmal mit einer Verbesserung der Geschäftslage. Hier wiederum zeigt sich der Westen optimistischer: 19,6 Prozent glauben an eine Steigerung, während dies im Osten nur bei 11,8 Prozent der Betriebe der Fall ist.

Private und die gewerbliche Wirtschaft sind größte Auftraggeber

Mit Abstand größter Umsatzbringer für die Unternehmen ist die Energie- und Gebäudetechnik mit einem Anteil von 64,8 Prozent. Es folgen die Informations- und Telekommunikationstechnik (10,4 Prozent), Geräte- und Systemtechnik (5,2 Prozent) und die Automatisierungstechnik (5 Prozent).

Größte Auftraggeber bleiben die private und die gewerbliche Wirtschaft, die jeweils fast 40 Prozent des Auftragsvolumens der E-Handwerksbetriebe ausmachen. Bei rund einem Viertel der befragten Unternehmen haben die Aufträge aus diesen Bereichen in den vergangenen sechs Monaten jeweils noch zugenommen. Rückläufig ist hingegen die Zahl der öffentlichen Aufträge: In diesem Segment mussten 27,6 Prozent der Unternehmen einen Auftragsrückgang hinnehmen.

 

 

Leichter Trend zu größeren Betrieben

Die Umfrage hat auch ergeben, dass sich ein leichter Trend zu größeren Betrieben abzeichnet. Waren bis dato Firmen mit bis zu vier Beschäftigten (aktuell 29,6 Prozent) am stärksten vertreten, so sind es nun Betriebe mit fünf bis neun Mitarbeitern (30,1 Prozent). Zehn bis 19 Angestellte werden in 22,3 Prozent der Unternehmen beschäftigt, während große E-Handwerksbetriebe mit mindestens 20 Mitarbeitern einen Anteil von 18 Prozent ausmachen.

Dauerthema bleibt der Fachkräftemangel: 40,9 Prozent der Unternehmen melden offene Stellen. Die Beschäftigtenzahl ist in den vergangenen sechs Monaten in fast 20 Prozent der Betriebe gestiegen, allerdings hat sie auch in 14,8 Prozent der Unternehmen abgenommen.

 

 

ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi resümiert: "Wir freuen uns über die stabilen Ergebnisse auf sehr hohem Niveau. Der Fachkräftemangel bremst jedoch das Umsatzwachstum. Ziel muss es daher mehr denn je sein, möglichst viele junge Leute für die E-Handwerke zu begeistern. Dass unsere Branche mit vielen hochqualifizierten Betrieben attraktive Perspektiven bietet, wird durch die Umfrage eindrucksvoll belegt."

Insgesamt stieß die Konjunktur-Umfrage des ZVEH auf eine große Resonanz: Es beteiligten sich 22 Prozent der rund 5.000 stichprobenartig befragten Unternehmen.

 

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