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Dienstag, 22. April 2014

Stimmung bei den E-Handwerken weiter hervorragend

Die Konjunkturumfrage des ZVEH im Frühjahr zeigt sehr gute Daten für die Mehrzahl der Unternehmen.

„Die E-Handwerke sind hervorragend aufgestellt und können voller Optimismus die Light+Building angehen", sagte Lothar Hellmann, Vizepräsident des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), auf der Pressekonferenz des Verbands am zweiten Tag der Weltleitmesse für Licht und moderne Gebäudetechnik in Frankfurt am Main.

Den Grund dafür liefern die Ergebnisse der ZVEH-Frühjahrskonjunkturumfrage. 93,8 Prozent der befragten 4.978 Betriebe beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage positiv: 53,5 Prozent stimmten mit gut, weitere 40,3 Prozent mit befriedigend. Damit wurde das ebenfalls schon erfreuliche Vorjahresergebnis, bei dem 88,4 Prozent eine positive Einschätzung abgaben, sogar übertroffen.

Auch für die Zukunft herrscht Zuversicht: 19,4 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verbesserung der Geschäftslage und fast drei Viertel (73,1 Prozent) gehen von einem gleichbleibenden Niveau aus. Im Vorjahr lagen die Werte bei 13,2 beziehungsweise 72,6 Prozent. Vor diesem Hintergrund fällt auch der leichte Umsatzrückgang kaum ins Gewicht. Die 55.945 Unternehmen der E-Handwerke erwirtschafteten 2013 rund 50,9 Milliarden Euro (2013: 53,7 Milliarden Euro).

 

Volle Auftragsbücher

„Dass der Umsatz hinter dem Wert des Vorjahres zurückblieb, lag in erster Linie an den geänderten Förderkonditionen für die Photovoltaikanlagen", erläuterte ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi. 2013 habe sich der Zubau von Solaranlagen um 7,5 auf 3,3 Gigawatt reduziert. Dieses für die E-Handwerke wichtige Geschäftsfeld sei daher deutlich weniger ertragreich gewesen. „Allerdings haben unsere Betriebe dies durch Aktivitäten in anderen Bereichen teilweise kompensieren können - ebenso wie die wetterbedingten Einbußen im ersten Quartal 2013, als Regen, Schnee und Minustemperaturen viele Auftragsabwicklungen unmöglich machten", so Jakobi.

Hellmann hob hervor, dass die Auftragsbücher der Betriebe nach wie vor voll sind. Dies sei darauf zurückzuführen, dass die Kunden den E-Handwerken vertrauen, da sie seit vielen Jahren ausgezeichnete Arbeit abliefern und wesentlich dazu beigetragen haben, dass „E-Handwerk made in Germany" weltweit als anerkanntes Qualitätssiegel gilt - gerade bei der Verknüpfung von intelligenter Gebäudetechnik mit Energietechnologien.

 

ZVEH verteidigt Meisterbrief

Der ZVEH-Vizepräsident und Jakobi betonten jedoch, dass der politische Rahmen stimmen müsse, um den E-Handwerken auch künftig erfolgreiche Geschäfte zu ermöglichen. Dies gelte insbesondere für alle Entscheidungen rund um das Mammutprojekt Energiewende. „Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes darf beispielsweise nicht dazu führen, dass florierende Wirtschaftszweige, wie der Zubau von Energieerzeugungsanlagen für den Eigenverbrauch und die Installation moderner Speicherlösungen, beschnitten werden", sagte Hellmann.

Jakobi hob hervor, dass für den Erfolg der Energiewende hochqualifizierte E-Handwerker benötigt werden. Um auch in Zukunft auf kompetente Fachkräfte für innovative Lösungen zurückgreifen zu können, müsse der Meisterbrief als Basis des dualen Ausbildungssystems in Deutschland erhalten bleiben. Mit Blick auf eine Initiative der EU-Kommission, die sich gegen den Meisterbrief richtet, sagte der ZVEH-Hauptgeschäftsführer: „Diese Pläne dürfen nicht Realität werden. Sonst wird sich das Problem des Fachkräftemangels weiter verschärfen."

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