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Dienstag, 30. Mai 2017

Intersolar startet in München

Intersolar 2017 KeyvisualVom 31. Mai bis zum 2. Juni 2017 öffnen in München die „Intersolar Europe“ und die „ees Europe“ ihre Tore. Die zur Messe gehörige Konferenz dauert vom 30. bis zum 31. Mai.

Die Intersolar Europe und die parallel stattfindende Messe ees Europe starten in diesem Jahr früher als gewöhnlich. Erwartet werden insgesamt 1200 Aussteller und mehr als 40.000 Besucher.

Die Insolvenz von SolarWorld im Mai wirft einen Schatten auf die Photovoltaik. Die bekannte Marke aus Bonn stellt in München nicht aus, obwohl sie noch online im Verzeichnis der Aussteller zu finden ist. In der Tat hat es die Photovoltaik in Deutschland schwerer als zu den Boomzeiten vor wenigen Jahren. Doch wie Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft erklärte: „Die Insolvenz von SolarWorld ist bitter. Doch das ist nicht das Ende der Solarenergie in Deutschland, die Energiewende geht weiter.“

Im Ausland gilt das ganz besonders. In vielen Ländern wächst der Markt erheblich. Aber auch in Deutschland gibt es Chancen. So sind die Photovoltaik-Preise in wenigen Jahren auf ein Bruchteil gesunken. Der Betrieb von Solaranlagen ist dadurch attraktiv und die Nachfrage ziehe derzeit spürbar an, sagt der Bundesverband Solarwirtschaft. Im ersten Quartal 2017 sei die Nachfrage um 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dieser Trend werde sich fortsetzen, meint Körnig.

Die Intersolar zeigt, wohin die Reise geht. Das Motto der Messe heißt „Connecting Solar Business“. Die Veranstaltung steht ganz im Zeichen der neuen Energiewelt. Das große Ziel ist es, die elektrische Energie aus fluktuierenden erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind effektiv und bezahlbar nutzbar zu machen. Dazu kommt die Gewährleistung der Netzstabilität und Versorgungssicherheit.

Die Sonderschau „Smart Renewable Energy“ soll in diesem Jahr eines der Highlights sein. Dabei demonstriert die Helmholtz-Gemeinschaft gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und weiteren Partnern das Energy Lab 2.0. Neue Ansätze zur Integration unterschiedlichster Technologien in das Energiesystem werden erprobt und simuliert. In einem eigenen Forum werden die Themen anschließend diskutiert.

Neue Geschäftsmodelle in der Photovoltaik

In den letzten zehn Jahren sind die Preise für selbsterzeugten Solarstrom um gut 80 Prozent gesunken. Im Jahr 2017 wird mit einem Wachstum im zweistelligen Prozentbereich gerechnet. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die Intersolar vermehrt auf neue Geschäftsmodelle konzentriert. Dazu zählen Mieterstrom, Energiespeicher, PV-Großkraftwerke, Betrieb und Wartung von PV-Anlagen, sowie PV-Produktionstechnik. Fachleute meinen, dass besonders der so genannte „Mieterstrom“ ein Erfolg werden könne.

Wer seine Lieferanten und anderen Partner kennt, braucht den folgenden Tipp nicht. Wer sich jedoch zu wichtigen Stationen führen lassen möchte, für den gibt es kostenfreie Führungen. Das B2B-Fachmedium photovoltaik sowie die englischsprachige Webseite pv Europe bieten kostenfreie Rundgänge über die Intersolar und die parallel stattfindende ees Europe, Europas größte Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme. Die Guided Tours zu verschiedenen Themen richten sich an Architekten, Planer sowie Installateure. Auf den etwa zweistündigen Rundgängen in deutscher und englischer Sprache informieren die fachkundige Führer über technische Neuheiten bei Stromspeichern für private Anwendungen, Gewerbe und Industrie, intelligente Leistungselektronik, smarte Solarmodule und Montagesysteme. Interessenten können sich anmelden unter www.photovoltaik.eu/guidedtours

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