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Donnerstag, 13. November 2014

Gute Konjunktur bei den E-Handwerken

„Gute Stimmung und große Zuversicht": Das ist der Tenor der jüngsten Konjunkturumfrage des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH).

„Die Stimmungslage in den E-Handwerken ist nach wie vor überaus erfreulich", teilt der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) mit. Grund dieses Urteils ist die jüngste Konjunkturumfrage des ZVEH. Demnach beurteilen 92,8 Prozent der E-Handwerksunternehmen im Herbst 2014 ihre Geschäftslage positiv (55,3 Prozent gut, 37,5 Prozent befriedigend). Der Vorjahreswert wird damit exakt wieder erreicht. Auffällig ist, dass in den neuen Bundesländern sogar 64,8 Prozent für „gut" votiert haben, in den alten Ländern waren es 51,9 Prozent. Der bundesweite Geschäftsklimaindex der E-Handwerke erreicht damit einen konstant hohen Wert von 74 Punkten.

Für die Zukunft herrscht Zuversicht, das hohe Niveau zu halten oder gar auszubauen: 77,1 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Entwicklung aus (Herbst 2013: 75,4 Prozent), während weitere 13,4 Prozent in den nächsten sechs Monaten sogar mit einer Verbesserung der Geschäftslage rechnen (Herbst 2013: 14,4 Prozent). Hier gibt es keine signifikanten Unterschiede zwischen West und Ost.

 

 

Energieeffizienz wird wichtiger

Die Auftragsbücher der Betriebe sind weiterhin voll. Größter Umsatzbringer ist die Energie- und Gebäudetechnik mit einem Anteil von 65,1 Prozent. Eine immer größere Rolle spielt das Thema Energieeffizienz. Über 28 Prozent der befragten Unternehmen meldeten, dass der Umsatzanteil in diesem Geschäftsfeld seit 2013 gestiegen ist. Als perspektivisch wichtigste Themen im Bereich der Energieeffizienz gelten Energiesparbeleuchtung/LED, intelligente Gebäudetechnik und mit etwas Abstand die dezentrale, erneuerbare Energieversorgung, Automatisierungstechnik und Elektromobilität.

Größter Auftraggeber für die E-Handwerke ist die gewerbliche Wirtschaft mit 37,9 Prozent, dicht gefolgt von den privaten Auftraggebern mit einem Anteil von 36,9 Prozent. Öffentliche Auftraggeber tragen aktuell 13,8 Prozent zum Umsatz bei, mit Wohnungsbaugesellschaften erwirtschaften die E-Handwerke lediglich 11,4 Prozent ihres Umsatzes.

Bei der Größe der Unternehmen entfällt der größte Anteil auf Betriebe mit bis zu vier Beschäftigten (33,4 Prozent). Unternehmen mit fünf bis neun Mitarbeitern folgen mit 28,1 Prozent. Zehn bis 19 Angestellte beschäftigen 21,6 Prozent der Unternehmen, während große E-Handwerksbetriebe mit mindestens 20 Mitarbeitern einen Anteil von 17 Prozent ausmachen.

 

 

Fachkräfte sind gesucht

Dauerthema bleibt der Fachkräftemangel: 35,4 Prozent der Unternehmen haben offene Stellen, auch wenn die Beschäftigtenzahl in den vergangenen sechs Monaten in 22 Prozent der Unternehmen gestiegen ist.

Auf politischer Ebene haben für die E-Handwerke vor allem Entscheidungen rund um die Themengebiete Energieeffizienz und Digitalisierung - dabei insbesondere der Bereich Smart Home - elementare Bedeutung. ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi: „Ein ganz wesentlicher Punkt ist, dass steuerliche Anreize gesetzt werden, die es für die Verbraucher attraktiv machen, in Energieeffizienzmaßnahmen zu investieren. Damit wäre in diesem Segment eine deutliche Marktbeschleunigung zu erreichen."

Die Umfrage des ZVEH erzielte eine sehr hohe Rücklaufquote: Es beteiligten sich 24 Prozent aller befragten Unternehmen.

 

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