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Freitag, 13. Juni 2014

Elektromobilität kommt langsam in Fahrt

Wichtige Schritte sind getan: Der Stecker „Typ 2" wird Standard, die A9 zwischen München und Leipzig hat Stromtankstellen.

Kurz vor der Light+Building erschien auf der Internetseite des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) eine kleine Meldung: Der Typ 2-Stecker wird Standard. Die Unterhändler des Europaparlaments, der EU-Kommission und der EU-Staaten hatten sich geeinigt. Praktisch heißt das: Elektroautos können in Zukunft europaweit mit einem einheitlichen Standardstecker geladen werden. Ein langes Ringen hatte ein Ende.



Schon 2013 hatte die EU-Kommission die Einführung eines für ganz Europa genormten EU-Ladesteckers beschlossen und sich dabei für den in Deutschland entwickelten Stecker "Typ 2" ausgesprochen. Aber bis zur endgültigen Entscheidung dauerte es bis Ende März dieses Jahres. Der Stecker „Typ 2", auch „Mennekes-Stecker" genannt, ist einer von drei Steckertypen, mit denen in der internationalen Norm DIN EN 62196-2 das Aufladen von Elektrofahrzeugen beschrieben wird. Mit ihm ist sowohl ein- als auch dreiphasiges Laden der Elektroautos mit höheren Leistungen und kürzeren Ladezeiten möglich.

Ohne Zweifel ist die Einigung ein Fortschritt. Dazu sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), in einer Pressemitteilung: „Diese Entscheidung schafft endlich klare Verhältnisse, welcher Stecker in Europa künftig Standard sein wird. Damit entsteht für Kunden und Hersteller Planungssicherheit." Planungs- und Investitionssicherheit sind auch aus der Sicht der E-Branche ein wichtiger Faktor, um diesen Bereich zu entwickeln.



Erste Autobahn mit Stromtankstellen

Ein weiterer Fortschritt ist es, dass seit Mai auf der A9 zwischen München und Leipzig acht Stromtankstellen verfügbar sind. Das Projekt "Schnellladung auf der A 9" gehört zu den wichtigsten Vorhaben im Schaufenster Elektromobilität Bayern-Sachsen "Elektromobilität verbindet" und wird vom Bundesministerium fu¿r Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Siemens, E.ON und BMW sind Partner des Projekts.

Die Infrastruktur - sprich genügend Stromtankstellen - sind die Voraussetzung dafür, dass die Elektromobilität nicht nur in Fahrt kommt, sondern nicht einfach auf freier Strecke stehenbleibt. Andere Länder sind da weiter: Estland hat ein flächendeckendes Netz an Stromtankstellen, die Niederlande werden bis 2015 eines haben. Gewiss sind diese Länder kleiner, was die Aufgabe leichter macht. Dennoch gibt es in Deutschland zu wenig: Die Zahl von rund 14.000 „normalen" Tankstellen in Deutschland zeigt, was noch zu tun ist.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat nachgezählt: Ende vergangenen Jahres standen laut BDEW insgesamt 4.454 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung. Seit Dezember 2012 sind damit über 600 Ladepunkte hinzugekommen, das entspricht einer Steigerung von rund 17 Prozent. "Der Zuwachs an Ladepunkten zeigt, dass die Energiebranche den Ausbau der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge vorantreibt und weiter hinter dieser klimaschonenden Zukunftstechnologie steht", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Mitte April. Dazu kommen noch die privaten Ladestationen oder die von Unternehmen.

Deutsche Autobauer geben „Gas"

Eine Million Stromer bis 2020 lautet immer noch das Ziel der Bundesregierung. Das wird kaum zu erreichen sein: Das Kraftfahrt-Bundesamt zählte 2013 43,9 Millionen Personenkraftwagen, darunter waren 12.156 Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Immerhin engagieren sich die deutschen Autobauer und geben „Gas": Bis Ende dieses Jahres werden insgesamt 16 Serienmodelle mit Elektroantrieb von deutschen Herstellern auf dem Markt sein", sagte Matthias Wissmann. Das lautlose Gleiten mit wirklich attraktivem Drehmoment wird dann noch mehr Anhänger finden.

Die noch langsame Entwicklung bietet allerdings auch Vorteile: Der Elektrofachvertrieb zum Beispiel kann das wachsende neue Geschäftsfeld mit Bedacht entwickeln.

 

 

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