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Donnerstag, 14. November 2013

ELEKTRO+ - Risiko: offenes Feuer oder Lichterkette?

Sechs wichtige Sicherheitschecks für eine optimale Advents- und Weihnachtsbeleuchtung

Kinder, Tiere, Vergesslichkeit - es gibt genug Beweggründe, um sich an Weihnachten gegen einen Tannenbaum mit echten Kerzen zu entscheiden. Statt offenen Flammen sorgen dann Lichterketten für den besinnlich beleuchteten Weihnachtsbaum. „Ein Bewusstsein für die typischen Gefahrenquellen zur Advents- und Weihnachtszeit ist die erste Präventivmaßnahme", so Hartmut Zander von der Initiative ELEKTRO+ aus Berlin. Wer statt Kerzen auf Lichterketten setzt, müsse sich jedoch mit einem Sicherheitsrisiko anderer Art auseinandersetzen: „Billige Produkte von unbekannter Herkunft entsprechen meist nicht den europäischen Sicherheitsvorschriften und gängigen Qualitätsansprüchen." Schwelbrände durch überhitzte Kabel oder kaputte Birnen drohen. Richtig sicher ist die elektrische Weihnachtsbaum-Beleuchtung nur, wenn sie ein gesetzlich geregeltes Prüfsiegel wie das GS- beziehungsweise VDE-Zeichen trägt. Was Verbraucher noch in Sachen sichere Weihnachtsbeleuchtung zu beachten haben, hat ELEKTRO+ in sechs wichtigen Sicherheitspunkten zusammengefasst, die es zu überprüfen gilt.

 

Bildquelle: © jola58 - Fotolia.com



Check 1: Gibt es einen FI-Schutz für die Steckdosen?
Bevor die Lichterketten erstrahlen, unbedingt die Steckdosen überprüfen. Ein der Steckdose vorgeschalteter Fehlerstrom-Schutzschalter schützt die Bewohner vor gefährlichen Stromunfällen - verursacht beispielsweise durch eine defekte Lichterkette. Ist dieser nicht vorhanden, lässt sich der FI-Schutz auch in die Steckdose integrieren. Ein Elektrofachmann wechselt hierfür einfach die vorhandene Steckdose gegen eine mit FI-Schutz aus. Registriert werden kleinste Abweichungen der Strommenge, woraufhin die Stromzufuhr sofort unterbrochen wird.

Check 2: Sind die Lichter für den Einsatz im Freien geeignet?
Natürlich sollen Wohnungen und Häuser auch von außen weihnachtlichen Glanz verbreiten. Gerade hier ist die Gefahr jedoch besonders groß, dass durch Nässe ein Kurzschluss entsteht. Daher sollte man unbedingt darauf achten, dass alle Lichterdekorationen für den Einsatz im Freien geeignet sind. Außensteckdosen sollten zudem über einen FI-Schalter geschützt werden und von innen schaltbar sein.

Check 3: Wie sicher ist die alte Lichterkette?
Lichterketten kommen zwar nicht aus der Mode, dafür allerdings in die Jahre. Obwohl die Weihnachtsbeleuchtung im letzten Jahr noch einwandfrei funktioniert hat, sollte sie vor der Inbetriebnahme gewissenhaft auf Beschädigungen geprüft werden.

Check 4: Stimmt die Wattstärke beim Glühbirnenwechsel?
Wichtig: Beim Austausch einer kaputten Glühbirne auf die zugelassene Wattstärke achten. Stärkere Birnen können schnell eine hohe Hitze entwickeln und so zu Bränden führen. Ebenso sollte beim Austausch einer kaputten Glühbirne einer Weihnachtsbaumlichterkette darauf geachtet werden, dass diese für die Zahl der in der Kette vorhandenen Lichter geeignet ist. Wird das nicht beachtet, brennt die ausgetauschte Glühbirne entweder sehr hell ist schnell wieder kaputt oder sie brennt zu dunkel, was nicht schön aussieht.

Check 5: Wie hoch ist der Stromverbrauch?
Was den Energieverbrauch betrifft, fällt die einzelne Lichterkette am Weihnachtsbaum nicht besonders ins Gewicht. Wer sein Zuhause aber üppiger mit elektrischen Deko-Artikeln schmückt, muss beim Kauf genau hinsehen. Beispielsweise verbrauchen Lichterschläuche besonders viel Energie. Die Wattzahl auf der Produktverpackung informiert über den Verbrauch. Die energiesparendste Weihnachtsbeleuchtung sind LED-Lichterketten.

Check 6: Funktionieren die Rauchmelder einwandfrei?
In der Weihnachtszeit sorgen Rauchmelder, die bei Bränden rechtzeitig Alarm schlagen, für Sicherheit - egal ob das Feuer durch defekte Lichterketten oder brennende Kerzen entfacht wurde. Vorausgesetzt, es handelt sich um Qualitätsprodukte. Auch bei Rauchmeldern ist auf das richtige Gütesiegel zu achten: das VdS-Prüfzeichen oder eine Zertifizierung durch eine anerkannte Prüfstelle wie dem TÜV-Nord oder dem Kriwan-Testzentrum. Die „Q"-Kennzeichnung steht für die Qualität hochwertiger und langlebiger Rauchwarnmelder. Das CE-Zeichen allein gibt noch keine Auskunft über die Qualität.

Weitere Informationen zum Thema sichere Beleuchtung, Elektroinstallation und Brandschutz bietet die Initiative ELEKTRO+ unter www.elektro-plus.com.

 

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