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Montag, 8. Februar 2016

Absatz von Wärmepumpen blieb 2015 stabil

Obwohl der Ölpreis extrem gefallen ist, wurden 2015 insgesamt 57.000 Heizungswärmepumpen verkauft.

Mit 57.000 verkauften Heizungswärmepumpen 2015 verzeichnet die gemeinsame Branchenstatistik des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) und des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) nur ein leichtes Minus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2014 fanden 58.000 Geräte einen Käufer. Der Absatz der Warmwasserwärmepumpen mit 12.500 Geräten rutschte erstmals seit 2010 ins Minus (6,7 Prozent). Im Jahr 2014 waren es noch 13.400 Geräte.

„Angesichts des schwierigen Marktumfeldes hat die Branche ein gutes Ergebnis erzielt“, sagt BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski. „Die Abwärtsspirale des Ölpreises und das Abwarten vieler Kunden durch die Debatte um Steuerabschreibungen zu Beginn des Jahres haben ihre Spuren hinterlassen.“ Das Marktanreizprogramm (MAP) mit seinen deutlich höheren Fördersätzen sorgt seit Ostern 2015 jedoch für einen wirksamen Anreiz: Die Förderantragszahlen sind seitdem sprunghaft angestiegen. 2015 wurden rund 16.000 Förderanträge für Wärmepumpen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingereicht – eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr.

 



Erdgekoppelte Systeme verringern ihr Minus

Mit minus 8,1 Prozent fiel der Rückgang erdgekoppelter Systeme weniger stark aus als im Vorjahr: 17.000 Geräte wurden verkauft, im Vorjahr waren es 18.500. Der Anteil der Erdwärme am Wärmepumpenabsatz beläuft sich jetzt auf 30 Prozent (Vorjahr: 32 Prozent).

Dr. Martin Sabel, Referent Erdwärme beim Bundesverband Wärmepumpe äußert sich besorgt über den erneuten Rückgang dieses Typs von Wärmepumpen: „Natürlich leiden insbesondere die Erdwärmepumpen unter dem niedrigen Ölpreis. Auffällig ist allerdings auch, dass es große Unterschiede bei den Anteilen von Erdwärmepumpen zwischen den Bundesländern gibt. Offenbar machen unnötig scharfe Beschränkungen in einigen Bundesländern dieser Technologie zusätzlich das Leben schwer.“

Luft/Wasser-Wärmepumpen erzielten mit 40.000 verkauften Geräten erneut ein Plus von 1,3 Prozent (Vorjahr: 39.500). Anders als 2014 wird der Zuwachs diesmal durch die Monoblock-Wärmepumpen getragen (21.000 Stück; +5 Prozent), während Splitgeräte leicht rückläufig waren (19.000 Stück; -2,6 Prozent).

 


Positiver Ausblick auf 2016


Hoffnungsvoll stimmt die Branche die positive Entwicklung im letzten Quartal: Der Absatz von Heizungswärmepumpen stieg um 5 Prozent, auch Sole/Wasser-Wärmepumpen erreichten ein Plus von 3 Prozent. Karl-Heinz Stawiarski: „Der unterjährige Anstieg der Absatzzahlen beweist die Marktbelebung durch das MAP. Die gestiegenen Antragszahlen sind keine Mitnahmeeffekte, sondern ein echtes Wachstum.“

Für positive Impulse sorgen außerdem drei Faktoren: das Inkrafttreten der zweiten Stufe der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014), der Start des Nationalen Heizungslabels für alte Kessel sowie die erneute Verbesserung der BAFA-Förderung im Rahmen des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE).

 



Gleichwohl sagt Stawiarski, dass der Heizungsmarkt nach wie vor von alten Technologien dominiert sei. „Die Politik muss weiter mit viel Elan das Projekt Wärmewende vorantreiben. Dazu gehören aus unserer Sicht eine entsprechende Novelle von Energieeinsparverordnung (EnEV) und Wärmegesetz (EEWärmeG) sowie die Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Sektorkoppelung, also der Verknüpfung von Strom- und Wärmemarkt. Der Boom der Ölheizung zeigt uns, wie preissensibel deutsche Verbraucher reagieren. Wer es ernst meint mit der Energiewende, muss den Hebel beim Preisgefälle zwischen den Energieträgern ansetzen.“

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